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NORKIYE - 3173km in Europa
 

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...And then you enter that fucking plane

you see the mosques of Istanbul disappearing behind the clouds

you still have the taste of the last Ayran on your tongue

and you realize

 

 

 

 

 

 

It's really over.

 

 

 

What stays, is an emptyness inside you that you can't explain. 

 

 

  

 

norkiye am 24.6.14 19:38, kommentieren

Impressionen meiner letzten 2 Monate.

Merhabalar canimlar!
Ich habe grade gemerkt, dass ich aus versehen meinen Blogeintrag über die gesamten letzten 2 Monate gelöscht habe. Gut gemacht Rebecca!
Der Eintrag war so ziemlich der längste, den ich je verfasst habe, und auch der, der am meisten Zeit gebraucht hat. Könnte mich grad selber dafür umbringen, aber so schusselig wie ich bin musste das ja irgendwann passieren...
Ich habe in dieser langen und gleichzeitig rasend schnell vorbeirauschenden Zeit so viele verrückte, schöne, anstrengende, nervenaufreibende, fordernde und neue Erfahrungen gemacht, dass ich jetzt wahrscheinlich nochmal 2 Monate lang bräuchte um alles aufzuschreiben. Ich bin gereist wie noch nie zuvor, war in Georgien und am schwarzen Meer, habe die atemberaubende Landschaft Kappadokiens gesehen, bin in Schluchten auf Wandertouren gegangen, habe die Grenze zwischen Nord -und Südzypern gesehen und mich dabei in gewisser Weise an Berlin erinnert gefühlt, bin ohne Plan, nur mit einem Zettel mit Couchsurfernamen auf Reisen gegangen, habe dabei jedesmal eine Horde an Schutzengeln hinter mir gehabt und hitchchikte bei Regen und Kälte hunderte Kilometer, nachdem wir an einem Busbahnhof übernachtet haben. Ich bin der arabischen Welt um einiges näher gekommen, habe Arabischstunden gehabt, begegnete Menschen aus Pakistan, dem Irak, Syrien, Afghanistan, Jordanien, Ägypten und dem Iran, habe das Leid vieler Flüchtlinge und deren alltägliche Probleme hautnah gesehen. Ich erlebte und erlebe noch immer die Höhen und Tiefen eines Englischlehrers, wenn die Schüler mal nicht so wollen wie man es gerne hätte. Ich lache und esse zu viel, lerne mehr oder weniger kochen, da wir jetzt keinen Koch in Geged mehr haben und fange an Fistikschikoladensüchtig zu werden. Ich sehe wie politisch in diesem Land so einiges falsch läuft und versuche zu verstehen, warum die Bevölkerung trotz allem noch immer hinter dieser korrupten Regierung steht. Ich lerne neue Freiwillige kennen, teilweise Menschen, die schon jetzt für immer zu meiner Familie gehören werden und fürchte mich mit jedem neuen Tag mehr vor meiner Heimkehr und damit vor einem riesigen Abschied.


Genau vor 2 Monaten kam ein neuer Freiwilliger, Tareq aus Jordanien, zu uns. Heute, am 08.04.14 endet sein Projekt und er ist heute Mittag zurück in seine Heimat geflogen. Es ist merkwürdig, wie sehr man sich an manche Menschen gewöhnt und wie schnell sie einem ans Herz wachsen. Es klingt verrückt, aber gerade jetzt, wo die ersten Freunde gehen, (auch meine belgische Mitbewohnerin Adinda, mit der ich 6 Monate zusammengelebt habe, ist letzte Woche gegangen) merke ich wie sehr ich mich hier doch zu Hause fühle.
Die Zeit rennt, und obwohl man manchmal Zweifel hat wie sinnvoll die eigene Arbeit ist und ob man im Endeffekt wirklich "etwas bewirken" kann, lebt man sein EVS Leben weiter. Man versucht den Moment zu genießen, zu geben was man kann, so viel wie möglich zu lernen, nicht die Motivation zu verlieren und die Menschen um sich herum zu verstehen. Die Welt zu verstehen. Die Welt mit eigenen Augen zu sehen, zu erleben und aus ihr zu lernen.


Hier ein paar Impressionen meiner letzten Wochen hier, manches erklärt sich von selber, bei anderen will ich auch gar nicht mehr dazu sagen. Ich hoffe die Bilder können ganz gut vermitteln, wie ich hier zur Zeit lebe und vor allem was für ein verdammt schöne Regionen es hier gibt!

Viel Spaß beim anschauen!




Zypern, Nicosia, Chocktails.



Zypern, Larnaca, Ice cream.



Pakistanisches traditionelles Essen bei unserem Couchsurfer in Zypern.



Hafen, Zypern.



Nikosia.



Berlin Wall Cafe direkt neben der Grenze zwischen Nord und Südzypern.



Unser erstes "Rapkonzert" in Gaziantep (nachmittags um 4 mit Cay und einem Altersdurchschnitt von 14 Jahren )



Hiking im "Canyon" zu Gaziantep!



Hoch hinaus!



Glasklares Bergwasser im Canyon.



Märchenhafte Lanschaft...



Moschee in Adana <3



Nochmal Zypern, Nikosia, griechischer Teil.



Hauseigener Zoo mit Straussen, Eseln, Hühnern und Hund neben dem Studentenwohnheim unseres Couchsurfers auf Zypern



Romantisch griechische aussehende Gassen im türkischen Teil Zyperns. (Kereyne)



Auf Newroz Festival in Diyarbakir (= wichtigstes Fest der Kurden, habe es eher als extrem politisch aufgeladene Veranstaltung, als als Frühlingsfest erlebt, so wie es eigentlich gedacht ist...)



Auf dem Weg nach Georgien - die Berge der Osttürkei, nach wie vor auch im März noch mit Schneemassen bedeckt.



In Tibilisi (Hauptstadt Georgiens)



"Wunschbaum" in Tbilisi: Nach alter Tradition binden die Leute an den Baum mit der ersten Sprosse im Frühling Plastiktüten und andere verrückte Dinge und können sich dafür dann etwas wünschen...auch ein Weg seinen Müll loszuwerden



Nachtschwärmer in Tibilisi - wir genießen es mal wieder eine Bar besuchen zu können und endlich wieder tanzen zu gehen! :D



Out of petrol in georgia ... in der Not mussten wir bis zur nächsten Tankstelle hichthiken und mit Hilfe einer leeren Bierflasche neues Benzin einfüllen...verrückte Tage kann ich nur sagen...



I love Tbilisi!



Im Nachtzug auf dem Weg nach Batumi, Georgien. Nach einem dreistündigen georgischen Dinner bei einem früheren Freiwilligen haben wir den Zug nur noch in ALLER letzter Sekunde erwischt und ausversehen den Cousin unseres Freundes noch ein paar Kilometer mitgenommen... vom schon fahrenden Zug durfte er leider nicht mehr springen



Am nächsten Morgen Ankunft in Batumi - wir sehen zum ersten Mal in unserem Leben das Schwarze Meer.



Härtester Trip zurück nach Antep meines Lebens...wir schlafen am Busbahnhof und sogar Tareq weiß jetzt endlich wie man einen Schlafsack benutzt!



Kappadokien - leider kann ich nicht mehr Bilder dieser atemberaubenden Region hier rein stellen, weil mein Speicher voll ist. Geht einfach selber hin und schaut es euch an, hier gibts auch im Gegensatz zu Antep endlich Menschen die Englisch sprechen, keine Sorge!



Ein letzter Hinweis für diejenigen, die das absolut wunderschöne Land Georgien auch mal besuchen wollen: esst eine Woche vorher nichts damit ihr euch hier durchgehend durchfressen könnt und schreibt vorher euer Testament! Ich habe noch nie andere Menschen so verrückt Auto fahren gesehen...

Jetzt noch einen schönen April und auf dass der Sommer bald kommt! Obwohl ich mir jetzt schon einen krassen Sonnenbrand geholt habe, der nach meiner Einschätzung wahrscheinlich dauerhaft über die nächsten Monate bleiben wird. Hier wird es gegen Mai, Juni um die 45 Grad heiß...juchee!


Kolay gelsin!
Rebecca

norkiye am 8.4.14 19:08, kommentieren